Die entscheidenden Kriterien
Was über einen guten Törn entscheidet, steht selten im Preis. Alle Angebote sind deshalb
nach Bewertung sortiert, nicht nach Preis. Die Spalte zeigt die eigene Bewertung –
alle acht Angebote sind inzwischen bewertet. Die Portalwerte von Boataround stehen zum Vergleich auf der jeweiligen Detailkarte.
Bei gleicher Bewertung entscheidet der Gesamtpreis, das günstigere Angebot steht vorn.
k. A. heißt: die Quelle führt das Feld nicht – also nachfragen.
Gesamt = Charterpreis nach Rabatt + Basiskosten + Kurtaxe für zwei Personen
(21,00 €); ohne Kaution, optionale Extras und Anreise. Ein Klick auf den Yachtnamen führt zur Detailkarte
mit Preisaufschlüsselung, Kaution, Ausstattung, Portalbewertung und dem Link zum Original-Angebot.
Was die Matrix zeigt:
- Bugstrahlruder haben alle neun – beim Anlegen also nirgends ein Nachteil.
- Motorisierung: alle acht liegen zwischen 27 und 55 PS – hier gibt es keinen
Schwachpunkt mehr. Die vier Bavaria 40 BT führen mit 55 PS deutlich.
- Neue Segel gibt es nur bei zwei: Gospoja (2022) und Eneja (2021). Bei den vier Bavaria 40 BT
führt die Quelle das Feld gar nicht – bei Baujahr 2013 der wichtigste offene Punkt.
- Solar haben nur Gospoja und Soprano. Ohne Solar muss bei 8 Kojen täglich der Motor laufen.
- Warmwasser ist bei allen vier Nausys-Yachten belegt; die Booking-Manager-Angebote schweigen dazu.
- Bewertung zeigt hier nur die eigene Einschätzung. Die Portalwerte von
Boataround stehen auf der jeweiligen Detailkarte.
Nur die Gospoja erfüllt jedes technische Kriterium – neue Segel (2022), Warmwasser, Solar,
Bugstrahlruder und 28 PS. Sie ist mit 1.276,00 € allerdings das teuerste der buchbaren Angebote und hat
mit 2.000 € die höchste Kaution. Direkt dahinter die Eneja: alles erfüllt außer
Solar – und 171 € günstiger.
Bei den vier Bavaria 40 BT sind gleich drei Felder offen: Segelzustand und Warmwasser führt
die Quelle nicht, Solar fehlt. Dafür sind sie mit 965 € die günstigsten und mit 55 PS die
stärksten.
Wie sich die Preise zusammensetzen
Zwei Punkte, die man kennen muss, um die Gesamtpreise richtig zu lesen.
Kurtaxe: einheitlich 21,00 € für zwei Personen.
Die Buchungssysteme rechnen die Kurtaxe von sich aus mit der vollen Kojenzahl – bei den Bavaria 40 BT
also mit 8 Personen (84,00 €) und bei der Gospoja mit 7 (68,60 €). So sind die Angebote nicht vergleichbar. Hier ist deshalb durchgängig die tatsächliche
Crew angesetzt: 2 Personen × 7 Nächte × 1,50 € = 21,00 €.
Bei den drei Nausys-Angeboten (Soprano, Eneja, Estela) weist der Link gar keine Kurtaxe aus – sie ist hier
trotzdem eingerechnet. Deshalb liegt der Gesamtpreis von Soprano und Eneja hier bei 1.104,62 € und nicht bei
den 1.083,62 €, die Charterbar im Angebot ausweist.
Woher die Preise stammen. Sechs Angebote kommen aus dem Booking Manager, der Charterpreis, Rabatt und
Nebenkosten fertig ausrechnet. Bei Soprano und Eneja stammen die Zahlen aus dem
schriftlichen Angebot von Charterbar – der verlinkte Nausys-Link zeigt nur die Preisliste und
keinen der beiden Rabatte. Nur bei der Estela liegt noch kein Angebot vor; dort steht der
Listenpreis ohne Nachlass, ihre Zeile ist also zu hoch angesetzt.
Genau hier lag der größte Fehler im ersten Vergleich: Aus den Nausys-Links allein sah es so aus, als gäbe
Charterbar keinen Rabatt. Tatsächlich sind es 38 %.
Was beim Vergleich auffällt
Jede Yacht hat genau eine verpflichtende Servicepauschale – sie heißt nur überall anders.
Vier Angebote nennen sie „Transit log“, eines „Base costs“, und bei den vier Bavaria 40 BT ist sie
auf zwei Zeilen verteilt („Base Fee“ + „Boat Preparation“). Inhaltlich ist es dieselbe Position: die
Basiskosten der jeweiligen Basis. Der Name stammt vom amtlichen kroatischen Transitlog – dem
Klarierungsdokument, das man bei der Übernahme erhält – abgerechnet wird darunter aber vor allem
Endreinigung, Bettwäsche und Gas.
Der Name sagt nichts über den Umfang. Die „Base costs“ der Estela listen am meisten auf,
während die günstigsten Angebote gar nichts auflisten:
Praktische Folgen: Bei der Gospoja ist der Außenborder in den 280 € enthalten, bei den
Bavaria 40 BT kostet er 100 € extra. Die Estela hat 200 GB WLAN, zwei Gasflaschen und die
Taucherinspektion in ihren 250 € – der beste Gegenwert im Feld. Bei Soprano und
Eneja sind Endreinigung, Bettwäsche und Gas abgedeckt, WLAN und Außenborder kosten extra.
Und bei den vier Bavaria 40 BT muss man vor der Buchung erfragen, was die Pauschale
überhaupt abdeckt – ausgerechnet bei den vier günstigsten Angeboten.
Kaution: 1.500 € – außer bei der Gospoja.
- Bei den vier Bavaria 40 BT kostet die Alternativkaution nur 200 € bei 1.500 € Kaution – der günstigste Satz im Feld.
- Bei Soprano und Eneja kostet die Reduzierung 300 € (nicht erstattbar), es bleiben 350 € Restkaution.
- Bei der Estela kostet „Carefree sailing M“ 200 €, davon sind 250 € erstattbar.
- Für die Gospoja ist keine Alternativkaution ausgewiesen: die vollen 2.000 € müssen vor Ort hinterlegt werden. Das ist der Preis für die beste Ausstattung.
Nur zwei Yachten haben nachweislich neue Segel.
Bei einem Boot von 2013 oder 2014 sind ausgeleierte Segel der Unterschied zwischen entspanntem Segeln und
Motoren gegen den Wind. Ausgewiesen wird die Erneuerung nur in den Nausys-Datenblättern:
- Gospoja – Großsegel und Genua 2022 erneuert, bei Baujahr 2016.
Die jüngsten Segel im Feld.
- Eneja – Großsegel und Genua 2021 erneuert, bei Baujahr 2014.
Damit relativiert sich ihr Altersnachteil gegenüber der Soprano deutlich.
Bei Soprano und Estela steht im Datenblatt ausdrücklich N/A – ihre Segel sind
also vermutlich noch die ursprünglichen von 2013 bzw. 2012. Die sechs Booking-Manager-Angebote
(die vier Bavaria 40 BT) führen das Feld gar nicht: dort lässt sich der Segelzustand aus der
Quelle nicht beurteilen und muss erfragt werden.
Alle neun Yachten sind bei Boataround bewertet – auf derselben Skala von 1 bis 10.
- Eneja 8,4 (5 Bewertungen)
- Morana 8,3 (8) · Vuga 8,3 (6) · Estela 8,3 (17)
- Gospoja 8,0 (3)
- Soprano 7,8 (9)
- Vida und Stribog 6,0 – aber aus je nur einer einzigen Stimme
Die Estela hat mit 17 Bewertungen die breiteste Basis und zusätzlich 4,88 von 5 bei Euminia
(100 % Weiterempfehlung). Die Eneja führt den Portalwert an, die Soprano bildet mit 7,8 das Schlusslicht der belastbar bewerteten.
Gleiches Boot, gleicher Preis – aber nur zwei der vier Bavaria sind belastbar bewertet.
Die vier Bavaria 40 BT sind bis auf den Namen identisch: Baujahr 2013, 12,45 m, 8 Kojen,
2 Toiletten mit Duschkabine, dieselbe Ausstattung, dieselbe Basis, derselbe Preis von 965 €.
Unterscheiden lassen sie sich nur über die Gastbewertungen – und da ist entscheidend, wie viele
dahinterstehen:
- Morana – 8,3 von 10 aus 8 Bewertungen. Die belastbarste Bewertung im Feld.
- Vuga – 8,3 von 10 aus 6 Bewertungen. Ebenfalls solide belegt.
- Vida und Stribog – 6,0 von 10 aus je einer einzigen Bewertung.
Das ist keine schlechte Bewertung, sondern praktisch keine: eine einzelne Stimme sagt nichts über das Boot.
Praktisch heißt das: Morana oder Vuga nehmen. Bei identischem Boot und Preis bekommt man dort
gute Erfahrungen von 6 bis 8 Crews, während Vida und Stribog schlicht unbekannt sind. Ein belegter Vorteil ohne
Aufpreis – das gibt es sonst nirgends im Vergleich.
Detailwerte der Estela bei Euminia: Sauberkeit 4,94, Ausstattung 4,82, Personal & Service 4,95,
Preis/Leistung 4,75 – jeweils von 5.
Strom und Warmwasser: was tatsächlich an Bord ist.
Solarmodule halten die Batterien in Ankerbuchten oben, ohne dass man den Motor laufen lassen muss – Ende September
bei kurzen Tagen ein spürbarer Unterschied. Warmwasser kommt in der Regel über den Motorwärmetauscher.
Solarmodule haben nur zwei: Gospoja und Soprano. Den vier Bavaria 40 BT fehlen sie –
bei 8 Kojen und entsprechendem Verbrauch der größte Schwachpunkt der günstigsten Angebote.
Eneja und Estela haben stattdessen einen Inverter für 220 V an Bord, laden die Batterien aber nicht nach.
Für die Morana liegt ein zweites Datenblatt vor (Boataround), das deutlich mehr zeigt als der
Booking Manager: 2 Toiletten mit Dusche, 3 Doppelkabinen, Backofen, Mikrowelle, Salon-GPS-Plotter,
Badeplattform und Flachbild-TV – aber ausdrücklich keine Klimaanlage. Vida, Vuga und Stribog sind
baugleich, für sie ist davon jedoch nichts belegt.
Warmwasser ist bei allen vier Nausys-Yachten ausdrücklich gelistet. Die fünf Booking-Manager-Angebote
führen das Feld gar nicht – vorhanden ist es bei Booten dieser Größe praktisch immer, bestätigen lässt
es sich aus der Quelle aber nicht. Für die Morana ist immerhin eine Innen- und eine Außendusche belegt.
Heizung haben drei Yachten: Gospoja, Eneja (Webasto) und Estela. Klimaanlage hat nur die
Gospoja – laut Datenblatt Baujahr 2024, also neu.
Ausstattung: eine Yacht sticht heraus.
Die vier Bavaria 40 BT sind mit 41 Fuß, 8 Kojen und 55 PS die
größten, kräftigsten und günstigsten Schiffe im Feld – und als einzige mit
zwei Toiletten mit Duschkabine. Der Booking Manager listet davon nichts; erst die
Boataround-Datenblätter zeigen Backofen, Mikrowelle, Salon-Kartenplotter, Badeplattform, Außendusche und
Flachbild-TV. Was fehlt: Solarmodule, Klimaanlage und ein Cockpit-Plotter.
Die Gospoja ist das Gegenteil: als einzige mit Klimaanlage (Baujahr 2024) und
Elektrowinschen, dazu Heizung, Inverter, Solar und eine elektrische Toilette. Sie kostet 311 €
mehr als die Bavarias, hat aber nur 7 statt 8 Kojen und mit 2.000 € die höchste Kaution.
Die Soprano ist die bestausgestattete unter den günstigen Angeboten: als einzige mit
Backofen, dazu Solarpanel, Echolot und Fäkalientank, und mit 39,4 PS der stärkste Motor
nach den Bavarias. Die Eneja liegt an derselben Basis zum selben Preis, hat aber keinen Backofen,
kein Solar und mit 27,3 PS deutlich weniger Motor – dafür 2021 erneuerte Segel, Webasto-Heizung und einen TV.
Was in keinem der Preise steckt.
- Treibstoff, Liegeplätze unterwegs, Verpflegung und Anreise sind in keinem Angebot enthalten.
- Die Kurtaxe wird vor Ort abgerechnet und kann je nach Basis leicht abweichen. Angesetzt sind hier 21,00 € für zwei Personen.
- Verfügbarkeit der Estela ist über den Nausys-Link nicht prüfbar – er zeigt nur die Preisliste, nicht den Belegungsstand.
- Rabatte stehen nie im Nausys-Link. Bei Soprano und Eneja sind es 38 %, die dort nicht auftauchen – bei der Estela ist also ebenfalls einer zu erwarten.
Quellen & Methodik
Alle Angaben stammen aus den ursprünglichen Angebotslinks der beiden Vermittler, abgerufen am 02.09.2026.
Jede Detailkarte verlinkt unten direkt auf ihr Original-Angebot.
Geprüft wurden ursprünglich 14 Angebote von Jojo-Charter und Charterbar. Hier stehen die acht Yachten
mit Gesamtkosten unter 1.400 € und mindestens 20 PS; alles andere ist nicht aufgeführt.
Soprano und Eneja weichen in der Quelle ab: Ihre Preise stammen nicht aus dem verlinkten Nausys-Link,
sondern aus dem schriftlichen Angebot von Charterbar vom 02.09.2026. Der Link zeigt nur die Preisliste
(1.350 €) und keinen der beiden Rabatte.
Eigene Bewertung: Für Eneja (8/10) und Soprano (6/10) ist eine
eigene Einschätzung hinterlegt. Sie geht der Portalbewertung vor und bestimmt die Sortierung; der Portalwert bleibt
daneben sichtbar. Alle anderen sind nach ihrem Boataround-Wert einsortiert.
Zu den Portalbewertungen: Alle neun stammen von Boataround (Skala 1–10, aus dem JSON-LD der jeweiligen
Bootsseite), ergänzend für die Estela von Euminia (Skala 1–5, im Nausys-Datenblatt). Jede Detailkarte verlinkt ihre Zweitquelle.
Von dort stammen auch die Angaben zu Maßen, Toiletten und Bordküche der Bavarias, die der Booking Manager
nicht führt.
Angegeben ist immer auch die Anzahl der Bewertungen. Unter drei Stimmen ist ein Durchschnitt nicht
aussagekräftig; solche Werte sind grau gekennzeichnet und sollten nicht als Urteil über das Boot gelesen werden.
Zu den Segeldaten: Die Angabe zur Segelerneuerung stammt aus den Nausys-Datenblättern. Bei der
Gospoja ist das Angebot ein Booking-Manager-Link, der das Feld nicht führt – die Angabe
„2022“ stammt dort aus dem Nausys-Datenblatt derselben Yacht
(Yacht 1059944).
Zur Kurtaxe: durchgängig 21,00 € (2 Personen × 7 Nächte × 1,50 €),
unabhängig davon, was das jeweilige Buchungssystem von sich aus ansetzt. Die Kojenzahl der Yacht spielt dafür keine Rolle.
Zum Status „für uns optioniert“: Sechs Angebote (die vier Bavaria 40 BT und beide
Gospoja-Links) meldet der Booking Manager als „under option“. Diese Optionen laufen zu unseren Gunsten,
die Yachten sind für uns also verfügbar und werden hier normal mitverglichen.
Achtung bei den Nausys-Links: Sie zeigen nur die Preisliste, nicht den Belegungsstand. Ob die Estela
überhaupt noch frei ist, lässt sich daraus nicht ablesen; für Soprano und Eneja liegt dagegen ein Angebot vor.
Berechnung der Gesamtsumme: Charterpreis nach Rabatt + alle als verpflichtend gekennzeichneten Nebenkosten.
Bei den Booking-Manager-Angeboten entspricht das exakt dem dort ausgewiesenen „Total price“.
Bei den Nausys-Angeboten wurde der Wochen-Listenpreis für den 26.09.2026 plus die als „Verbindlich“ gekennzeichneten
Dienstleistungen (Transitlog bzw. Basiskosten) addiert.
Preise, Rabatte und Verfügbarkeiten ändern sich laufend. Zwischen dem 31.08. und dem 02.09.2026 kamen zwei Angebote
hinzu und eine Yacht verschwand vollständig aus dem System – vor einer Buchung also immer im Original-Angebot
gegenprüfen. Beim letzten vollständigen Abruf aller neun Quellen waren Preise, Rabatte und Status unverändert.